Entgiftungskur - Wie geht's wirklich?

Entgiftungskur - Wie geht's wirklich?

Maximilian Schwandt     0

Seinen Körper zu entgiften ist in der Theorie sehr einfach. Schließlich heilt und entgiftet sich der Körper zu jeder Zeit von ganz allein, ohne dass wir irgendwas dafür tun müssen. 

Allerdings investiert der Körper bis zu 80% seiner Energie in das Verdauen von Nahrung. Nehmen wir ihm diese Arbeit ab und verzichten phasenweise auf feste Nahrungsmittel, hat der Körper mehr Energie zur Verfügung sich tiefgründig zu reinigen und zu entgiften.

Oft findet diese Reinigung nicht nur auf physischer Ebene, sondern vor allem auch auf emotionaler und mentaler Ebene statt. Viele Menschen beschreiben nach einer Fastenkur oft ein Gefühl spiritueller Erleuchtung.

In Wahrheit benötigt der Mensch keine feste Nahrung. Die Sonne auf unserem Körper, die Luft, die wir atmen und das Wasser, das wir trinken ist wesentlich wichtiger als der Konsum fester Nahrungsmittel, da sie einfach deutlich mehr Energie verbrauchen wenn es um die Verdauung geht. 

Über 70% des menschlichen Körpers besteht sowieso aus Wasser und Nahrungsmittel, die kaum Wasser enthalten sorgen für Dehydration, da der Körper konstant Wasser aus dem System in die Nahrung absorbieren muss um sie durch unseren 12 Meter langen Verdauungstrakt zu befördern.

In der Praxis allerdings fällt es den meisten Menschen schwer ungesunde Essgewohnheiten zu ändern oder für einen Zeitraum sogar komplett auf Essen zu verzichten.

Spezielle Entgiftungskuren machen nur Sinn, wenn wir nach der Kur unsere Gewohnheiten ändern und beispielsweise weniger tierische und/oder verarbeitete Lebensmittel essen.

Das richtige Wasser finden

Für eine Entgiftungskur kommen 3 Wässer in Frage: Reines (destilliertes) Wasser, alkalischen Wasser und/oder das Wasser aus Obst und Gemüse.

Wasser aus der Leitung oder aus dem Supermarkt enthält meistens einen relativ hohen Anteil an Schadstoffen, was die entgiftende Wirkung hemmt.

Reines Wasser ist frei von anorganischen Mineralien, die sich negativ auf unsere Gesundheit auswirken können.

Frische Obst und Gemüsesäfte enthalten ebenfalls reines Wasser und zusätzlich organische Mineralien, die der menschliche Organismus gut verwerten kann.

Die Ernährung umstellen und langfristig entgiften

Anstatt regelmäßig Entgiftungskuren zu machen ist es auch möglich die Ernährung so gut wie möglich basisch zu halten. Basisch wirkende Lebensmittel sind so ziemlich alle Obst und Gemüsesorten in ihrer rohen Form. Gleichzeitig sollte der Anteil an stark verarbeiteten, tierischen und wasserarmen Lebensmitteln reduziert werden. 

Je mehr wie das Gewicht auf die Obst und Gemüse Seite verlagern, desto stärker entgiftet sich der Körper. Im Besten Fall erreichen wir einen Punkt, wo wir glücklich und zufrieden mit einer Ernährung sind, die fast nur noch aus Obst und Gemüse besteht.

Das mag für viele Menschen unmöglich klingen, ist aber alles eine Frage der Mentalität. Obst und Gemüse enthält ausnahmslos alle lebensnotwendigen Nährstoffe, die wir zum Leben brauchen. 

Der Mythos eines unvollständigen Aminosäuren-Profils ist etwas schwammig formulieret. Jedes Obst und Gemüse enthält ausnahmslos alle Aminosäuren, die wir benötigen. Es enthält lediglich deutlich weniger Aminosäuren als tierische Lebensmittel oder als beispielsweise Hülsenfrüchte. Die Wahrheit ist allerdings, dass der durchschnittliche Mensch nur sehr wenig davon benötigt. 

Ausnahmen sind Bodybuilder, die in kurzer Zeit möglichst sehr viel Muskelmasse aufbauen wollen. Für sie ist es ratsam auf Hülsenfrüchte oder tierische Lebensmittel zurückzugreifen.

Besonders in Phasen der Entgiftung möchte der Körper nichts aufbauen, sondern hauptsächlich abbauen. Eine hohe Zufuhr von Aminosäuren würde in dem Fall nicht sinnvoll sein.

Vorteile einer ballaststoffreichen Ernährung gegenüber dem Saft- oder Wasserfasten ist, dass der Darm durch die Ballaststoffe automatisch gereinigt wird. Nachteile sind, dass immer noch recht viel Energie in das Verdauen der Nahrung investiert wird und die Entgiftung langsamer abläuft. 

Für Leute, die kurzfristig eine vernünftige Entgiftungskur machen möchten, lohnt sich das Saft- und Wasserfasten wesentlich mehr.

Saftfasten

Saftfasten ist eine schnelle und perfekt in den Alltag integrierbare Methode den Körper zu entgiften. Durch den natürlichen Zucker im Obst und Gemüse fällt es uns leicht den Alltag und unsere Arbeiten zu erledigen ohne zu wenig Energie dafür zu haben.

Saftfasten lohnt sich zu jeder Zeit. Der Zeitraum sollte zwischen 7 und 90 Tagen betragen. Entscheidende Faktoren sind Gewicht, Alter und Gesundheitszustand der jeweiligen Person.

Wasserfasten

Wasserfasten ist die ultimative Methode schnell und effektiv zu entgiften. Der große Nachteil ist, dass einem die Energie fehlen wird um für mehrere Stunden am Tag zu arbeiten. Daher ist es empfehlenswert sich Urlaub und nur Zeit für sich selbst zu nehmen. Außerdem hilft es viel Zeit an der frischen Luft und in der Sonne zu verbringen. Verschiedene Atemübungen können einem dabei helfen, Energie zu bekommen.

Wasserfasten sollte man für mindestens 3 Tage und kann je nach Gesundheitszustand auch bis zu 21 Tagen praktiziert werden. Auch hier sollte man das Gewicht und das Alter berücksichtigen und im Zweifelsfall mit einem Arzt darüber sprechen.

Tipp: Solltest du dich für's Saft- oder Wasserfasten entscheiden, ist es ratsam sich alle 2 Tage einen Einlauf zu machen, um den Darm von überschüssigen Giftstoffen zu befreien und Kopfschmerzen und andere Entgiftungserscheinungen vorzubeugen. Kommt keine feste Nahrung mehr von oben, sorgt es dafür, dass die alten Nahrungsmittel im Darm nicht von allein nach außen gedrückt werden.

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