Saftfasten mit frischen Obst- und Gemüsesäften

Saftfasten mit frischen Obst- und Gemüsesäften

Maximilian Schwandt     2

Saftfasten ist eine Form des Heilfastens. Es werden dem Körper alle notwenigen Nährstoffe und Vitamine durch frisch gepresstes Obst und Gemüse zugeführt. Dabei werden die Nährstoffe und das gefilterte Wasser optimal absorbiert, ohne dass der Magen etwas verdauen muss. 

Es handelt sich um eine angenehme Art des Fastens, da man genug Kalorien durch mehrere Liter Obstsaft zu sich nehmen kann um energievoll durch den Tag zu kommen.  Die Vorteile reichen von Gewichtsverlust bis hin zur Entgiftung des Körpers. Außerdem wird der Alterungsprozess wird stark verlangsamt, da der Körper weniger freie Radikale bekämpfen muss. Der Darm reinigt sich und der Bauch wird flacher - die Fastenkur ist eine gute und gesunde Methode um abzunehmen.

Saftfasten - Wie oft und wie lange fasten?

Wie oft und wie lange man Saftfasten sollte ist von Person zu Person und dem jeweiligen Ziel der Person abhängig. Ist dein Gesundheitszustand sehr schlecht, solltest du über einen deutlich längeren Zeitraum fasten. Möchtest du einfach nur langsam etwas Gewicht verlieren und etwas fitter werden, dann reicht ein Tag in der Woche oder Saft anstelle eines Frühstücks zu trinken. Für eine tiefe körperliche, mentale und emotionale Heilung kannst du auch für 14 Tage oder deutlich länger ausschließlich Saft trinken. 

Aber Achtung, solltest du Untergewicht haben bzw. nur schwer Gewicht zunehmen können, solltest du dich nicht zu lange in einem Kaloriendefizit befinden. Auch mit Saft kann man sehr viele Kalorien zu sich nehmen, man sollte sich aber informieren und herausfinden wie viel Saft man benötigt, sofern man für mehrere Tage fasten möchte. Fühlst du dich während des Fastens außerordentlich schwach, kann es neben den Entgiftungserscheinungen definitiv auch daran liegen, dass du zu wenig Saft trinkst und der Körper nicht genug Energie bekommt. 

Solltest du nicht in der Nähe des Äquators wohnen ist es einfacher eher im Frühling und Sommer zu fasten, als im Herbst oder Winter. Die Wärme und das Licht der Sonne sorgt dafür, dass wir uns generell wacher und fitter fühlen, was das Fasten wesentlich einfacher macht. Im Winter hingegen hat man eher den Drang viel zu Essen um etwas Winterspeck gegen die Kälte anzusammeln.

Saftfasten - Welcher Saft und wie viel?

Beim Saftfasten sollte es kein Limit geben, wenn es darum geht wie viel Saft getrunken werden soll. Der Saft sollte frisch gepresst sein, da er sonst nicht die wertvollen und lebendigen Enzyme enthält. Saft aus dem Supermarkt besteht häufig aus Konzentraten und ist pasteurisiert. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass er kaltgepresst und nicht pasteurisiert wurde. Am besten kauft man selbst Bio Obst und benutzt einen Entsafter um den qualitativ besten Saft zu bekommen und sich selbst die besten Variationen zusammenzustellen. 

Du solltest darauf achten Obst und Gemüsesäfte zu variieren. Tagsüber sind Obstsäfte sinnvoller um durch den natürlichen Zucker viel Energie zu bekommen und gegen Abend eignen sich eher Gemüsesäfte. Prinzipiell gibt es aber keine Gesetze und man kann ruhig für sich etwas experimentieren.

Damit du ungefähr abschätzen kannst wie viel Saft du pro Tag benötigst siehst du hier eine Tabelle mit ein paar Beispielen.

Kalorienbeispiele für 4 Liter Saft:

Wassermelonensaft ca. 1300 kcal
Orangensaft ca. 1900 kcal
Weintraubensaft ca. 2600 kcal
Apfelsaft ca. 2000 kcal
Karottensaft  ca. 1600 kcal


Bist du jemand der besonders viel sportlich aktiv ist, kannst du auch frische Mandelmilch oder eine andere Art von Nussmilch zu trinken um etwas mehr Fett, Eiweiß und Flüssigkeit zu dir zu nehmen. Beim Saftfasten kommt es darauf an keine feste Nahrung zu essen, damit die Verdauung eine Pause bekommt, der Darm sich reinigen kann und der Körper Giftstoffe ausspült. Das ist besonders wichtig wenn wir stark krank geworden sind. Der Körper kann beim Fasten die Energie, die sonst zum Verdauen der Nahrung benötigt wird, dafür nutzen um sich selbst zu heilen. 

saftfasten

Wie breche ich das Fasten?

Nach dem Fasten sollte man auf gar keinen Fall wieder in schlechte Gewohnheiten verfallen. Gekochte und verarbeitete Nahrungsmittel sind auf jeden Fall tabu. Am besten eignet sich leichtes und frisches Obst wie beispielsweise Wassermelone. Der Magen muss sich nach seiner Pause schließlich wieder darauf einstellen langsam wieder Nahrung zu verdauen. 

Außerdem sollte man seine Ernährung nach der Fastenkur generell etwas verbessern. Man kann beispielsweise Milchprodukte, Getreideprodukte, raffinierten Zucker und/oder Fleisch und Eier von seinem Ernährungsplan streichen.

Saftfasten gegen Krankheiten?

Um generell Krankheiten aus dem Weg zu gehen lohnt es sich vorbeugend ab und zu zu Saftfasten um dem Körper immer wieder die Möglichkeit zu geben sich besser reinigen zu können. Es ist nicht nur ein physische Reinigung, sondern auch eine emotionale. Oft betäuben wir uns mit ungesunder und schlechter Nahrung um negative Emotionen wie Trauer und Wut zu verdrängen. 

Diese Emotionen können beim Saftfasten wieder in Form von Stimmungsschwankungen hochkommen. Länger als ein paar Tage nur Saft zu trinken sorgt demnach auch für eine mentale Stärkung und nach dem Fasten fühlt man sich oft wie neu geboren und voller Tatendrang. Man hat eventuell einige Kilos abgenommen, fühlt sich leichter und unbeschwerter. 

Solltest du regelmäßig Medikamente nehmen und Vorerkrankungen haben solltest du vorher mit deinem Arzt besprechen ob Saftfasten für ein paar Tage das Richtige für dich ist und dir keine Risiken im Weg stehen. In der Regel kann der menschliche Körper alle Krankheiten von selbst heilen, solange man ihm die Möglichkeit dazu gibt. Es gibt bereits zahlreiche Fälle in denen Menschen Krebs mit Saftfasten bekämpft haben.

Hast du bereits viele Erfahrungen mit Saftfasten gemacht, kannst du dich auch über Wasserfasten oder sogar Trockenfasten informieren. Für Anfänger ist es aber besser und sicherer mit dem Saftfasten anzufangen, da der Körper nicht zu viele Giftstoffe auf einmal freisetzt und wir trotzdem viel Energie haben um Arbeiten zu gehen und den Alltag zu meistern.


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2 Kommentare

  • Moin Maximilian,
    oh ha.. von Trockenfasten habe ich noch nichts gehört. Das klingt ja noch mal eine ganze Spur härter. Inzwischen habe ich bereits die 3 Saft-Kur durch und es geht jedes Mal etwas besser. Man hat langsam so seine Favoriten-Säfte und kann sich einfach besser darauf einstellen wie es so ohne Essen ist. https://youtu.be/dQZ973cz_zg Vom letzten Mal habe ich direkt mal ein Video gemacht in dem ich auch ein paar von den Rezepten zeige. VG Arne
  • Hey Arne,

    Trockenfasten ist auch eher was für Fortgeschrittene. Wir als Anfänger bewegen uns da auch nur in einem Bereich von 12-18 Stunden. Das entlastet die Nieren, da wir diese bei einer sehr hohen Flüssigkeitszufuhr zu sehr belasten. Viele Leute wissen gar nicht, dass ihre Nieren nicht filtern. Urin sollte möglichst immer eine leichte Trübung haben. Ist das nicht der Fall, filtern sie nicht optimal.

    Danke für dein Video! Da werden sich meine Leser ein bisschen Inspiration holen können :-)

    Liebe Grüße, Maxi

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